Warum meditiert eine Unternehmerin am Morgen, bevor sie in einen Alltag mit Mitarbeitenden, Kunden, Produktion, Termindruck und wirtschaftlicher Verantwortung geht?
Für mich ist die Antwort konkret: Weil die innere Haltung, mit der ich in ein Unternehmen gehe, Wirkung hat – auf Gespräche und Entscheidungen, den Umgang mit Problemen und Druck, die Atmosphäre im Unternehmen und auch auf die Energie eines Ortes.
Meditation gehört bis heute zu meinem Morgen, wie die erste Tasse Kaffee. Besonders deutlich habe ich ihre Wirkung während meiner Jahre in der Geschäftsführung unserer Druckerei erlebt – wenn es danach unmittelbar hinein ging in die Realität eines produzierenden Unternehmens.
Herausforderungen in der Produktion, anspruchsvolle Kundenaufträge, Lieferengpässe, Investitionen und Liquidität, Mitarbeitergespräche, Onboardings und natürlich auch Kündigungen gehörten dazu. Meditation verändert meine Schwingung. Ich werde stiller, klarer und verbinde mich mit jener Ebene in mir, die über Denken, Planen und Reagieren hinausgeht. Ich nenne sie den Punkt des Lichts.
Diese Verbindung endet nicht mit der Meditation. Wenn eine Situation festgefahren erscheint oder plötzlich Druck entsteht, gehe ich innerlich an diesen Punkt zurück, erweitere meine Wahrnehmung und beziehe das energetische Feld des Geschehens mit ein. Ich habe oft erlebt, dass sich dadurch Dynamiken verändern, Druck herausgeht und Lösungen sichtbar werden.
Ich nehme auch unser Unternehmen als Energiefeld wahr. Es ist wichtig, welche Atmosphäre dort spürbar ist und aus welcher Energie heraus gearbeitet wird. Dahinter steht meine Vision: Jedes Druckprodukt, das die Druckerei Bösmüller Print Management verlässt, soll auch etwas von der Energie mitnehmen, in der es entstanden ist. Von der Haltung und Sorgfalt, mit der daran gearbeitet wurde, und von der Atmosphäre, die unser Unternehmen prägt. Diese Energie soll im Produkt weiterwirken und zum Erfolg unserer Kunden beitragen.
Was ich im Unternehmen gelebt habe und bis heute anwende, ist auch Teil meiner Beratung. Es geht darum, die Wahrnehmung über das unmittelbar Sichtbare und Messbare hinaus zu erweitern und die Verbindung zu einer höheren Ebene des Bewusstseins einzubeziehen. Die Klarheit, die daraus entsteht, kommt nicht allein aus Denken, Analyse oder Erfahrung. Sie ist intuitiv, glasklar, manchmal von verblüffender Eindeutigkeit. Ein inneres Wissen, das nicht hergeleitet werden muss, sondern plötzlich da ist und Orientierung gibt. Das ist spirituelle Klarheit.
